Wir radeln einen Wald

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Radeln für den letzten Urwald Europas

Die hannöversche Firma dieUmweltdruckerei radelt für den Wald!

Dass wir die Wälder unserer Welt schützen müssen ist kein Geheimnis. Überall werden Bäume gefällt und ganze Wälder gerodet, sie müssen Platz machen für Produkte, die die menschlichen Bedürfnisse stillen – unser lebenswichtiges Bedürfnis: das Atmen, wird dabei außer Acht gelassen. Die Fähigkeiten der Bäume, die für unendlich viele Lebewesen von solch einer hohen Bedeutung sind, werden vergessen.
Dr. Kevin Riemer fährt mit einem Bambus Fahrrad von Hannover nach Bialowieza und sammelt dabei Spenden für den Schutz des bedrohten Urwaldes.

Wir finden diese Aktion nachahmungswürdig und wunderbar – ein erneuter Hoffnungsschimmer für den grünen Wandel! Ein großes Danke in unsere beheimatete Nachbarschaft.

Lest hier was dieUmweltdruckerei zur Tour veröffentlicht:

Zwischen Polen und Weißrussland liegt der letzte Tieflandurwald Europas. Über 8.000

Jahre war der Urwald von Bialowieza nahezu unberührt, doch nun wird in Teilen des

Waldes abgeholzt. dieUmweltDruckerei organisiert daher eine Spendenradtour, um

auf die Baumfällungen aufmerksam zu machen und um Spenden für den Waldschutz

zu sammeln. Dr. Riemer von der UmweltDruckerei fährt nun mit einem Bambusfahrrad 

weit über 1.000 Kilometer von Hannover bis nach Bialowieza. 

 

Der Urwald ist ein echter Schatz der Natur. Er ist das zu Hause von etwa 20.000 Arten und beherbergt seltene Vogel-, Pilz und Pflanzenarten sowie Luchse, Wölfe und dem vielleicht berühmtesten Bewohner des Waldes – dem europäischen Bison (Wisent). Der Urwald dient den Biologen als Referenzwald und ausgewählte Waldgebiete sind zurecht als Weltnaturerbe der UNESCO erklärt worden. Doch sind eben nicht alle Bereiche des Waldes als Biosphärenreservat geschützt. In den nicht geschützten Gebieten fällt die polnische Regierung seit 2012 Bäume und verweist auf deren Borkenkäferbefall und das sie deshalb gerodet werden müssten. Umweltverbände wie Greenpeace und der WWF sehen das allerdings ganz anders und sehen in den Baumfällungen nichts weiter als eine lukrative Einnahmequelle.

dieUmweltDruckerei unterstützt die Waldschützer sowohl medial als auch finanziell. Sie arbeiten mit Greenpeace Polska sowie mit seiner regionalen Partnerin Fundacja Dzika Polska zusammen, die die derzeitigen und geplanten Baumfällungen stoppen möchten, um die einzigartige Biodiversität des Waldes zu schützen. Dr. Kevin Riemer von der UmweltDruckerei ist am 15. Juni 2017 vom Firmensitz in Hannover aufgebrochen und radelt bis zum Nationalpark nach Bialowieza mit einem Bambusfahrrad von my Boo. Für jeden gefahrenen Kilometer spendet dieUmweltDruckerei 1,50 EUR an die regionalen Waldschützer.

dieUmweltDruckerei und die Umweltverbände freuen sich über Ihre monetäre und mediale Unterstützung! Alle Infos, wie Sie den Waldschützern helfen können, erfahren Sie auf dem Blog der UmweltDruckerei unter www.dieumweltdruckerei.de/blog/tag/spendenradtour

Dickes B

In Berlin folgten wir der Einladung von Bernd Westphal, dem Hildesheimer Bundestagsabgeordneten der SPD, zum Mittagessen in den Bundestag. Dort führte uns seine Mitarbeiterin Patrizia Kraft durch die Gebäude und sie berichtete von der Arbeit in der Energiepolitik.

Als grüne Auszeit ging es danach zu Seedbomb City, dem Berliner Guerilla Gardening Samen Hersteller. Wir bewunderten Samenbomben, einen riesigen Trockner für die Erde-Ton-Samen-Bälle und pflanzten anschließend noch zwei Lavendel in dem angrenzenden Park.

Was für eine wundervolle Begegnung mit einer jungen Firma, die die Welt ein Stück grüner machen möchte!

Es ist eine Freude für uns wandelnde Menschen auf dieser Tour zu treffen – gemeinsam können wir diesem wunderbaren Planeten etwas zurück geben. Jede*r auf ihre und seine Weise.

Zwischen Platte und Endmoräne

Hinter uns liegt jetzt fast ein Monat Mecklenburg-Vorpommern. Wir haben diese Ecke Deutschlands wirklich lieben gelernt!

Die wunderbare Einfahrt auf dem Hamburg-Rügen-Radweg hat uns an der Elbe entlang, durch Buchenwälder, über hügelige Wiesen und Felder in der mecklenburgischen Schweiz, an vielen Seen vorbei und durch zahlreiche alte Alleen geführt. Die gute Beschilderung und der meist gut befahrbare Untergrund machen diesen Radweg zu unserem derzeitigen Liebling.
Gleich dahinter kommt der Ostseeküsten-Radweg, der uns durch die vielseitige Küstenregion brachte.
In Schwerin bestaunten wir das Schloss und die Seen, auf Rügen genossen wir das Meer, in Greifswald schlenderten wir abends durch den Hafen und die Altstadt, bei Anklam faszinierte uns das Moor und die Weite.

Über Pfingsten verbrachten wir unsere Tage rund um und in den Seen der Müritz Region, der Seenradweg führte uns von Dorf zu Dorf und von See zu See. Wir schlugen unser Zelt in Diemitz auf und bleiben ein paar Tage auf dem Naturcampinglatz Biber Ferienhof (liegt direkt am Seenradweg). Dort gibt es ein riesiges Wiesencamp am Wasser. In entspannter Atmosphäre, mit vielen Lagerfeuern und super netten Menschen konnten wir dort das „richtige“ Zelterlebnis spüren! Fern ab von Heinzelmännchendauercampenden. Stattdessen gibt es Natur, ein gutes Waschhaus, den besten Laden, den wir je auf einem Campingplatz sahen, ein leckeres Restaurant (mit super Kaffee) und viel Freiraum und Freiheit! Wer keine Lust auf Zelten hat, kann sogar Ferienwohnungen und -häuser mieten, Kanus und Flöße können auch geliehen werden. Rundum ein toller Platz und für uns ganz sicher noch einmal ein Urlaubsziel, um an der zauberhaften Mecklenburgischen Seenplatte Wald und Wasser zu genießen. (Guckt mal hier: www.biberferienhof.de)

Für uns ging es dann weiter auf dem Havelradweg durch Brandenburg nach Berlin. Wir sind überglücklich, ein Schilderparadies und geteerte Fahrradstraßen vorzufinden! Das erste Mal brauchten wir wirklich keine Hilfe von Navi, Handy, Karte und anderen Menschen, sondern fuhren völlig entspannt nach Schildern.

Münster bis Roggow, Ostsee (21.4.-21.5.)

Museumsführung

Am Samstag begleiteten wir ein Stück einer zweitägigen Fahrradtour der BUND Ortsgruppe Schwerin. Wir fuhren an den Schweriner Seen entlang und lernten dabei einiges über deren Besonderheiten.

In dem schönen Örtchen Wiligrad machten wir eine Pause. Im Anschluss nahmen wir die Gruppe mit – auf eine etwas andere Museumsführung durch die Natur.

Am See, direkt am Schloss, suchten sich alle aus der Gruppe einen schönen Platz. Etwas ganz kleines, ein besonderer Baum oder Blickwinkel auf das Wasser. Dann machten wir zusammen einen Rundgang von einem Ausstellungsstück zum anderen.

Hier könnt ihr alle unsere Schätze sehen:

Der Kletterbadebaum

Schlafender Elefant

Wasserbaum

Feuerdalmatiner

Das Auge

Das Monster von Loch Ness

Baum mit Herz – Selbstbedienungsladen

Umbruch

Ehrenplatz für Ahrens von Weg

neues Leben

neues Leben

Perspektivwechsel

Ohne Geld unterwegs

Wie wir so schlafen

Viele unserer Übernachtungen und Stopps haben wir im Voraus geplant, zum Teil haben wir Freunde, Bekannte und Verwandte gefragt und danach unsere Route festgelegt. Anderes hat sich auch im Vorhinein ergeben, uns sprachen Freunde von Freunden an, lasen etwas über uns in einer Zeitung oder im Internet. Aber manchmal entscheidet es sich ganz spontan wo wir die Nacht verbringen. Dann klingeln wir so lange bei Menschen, bis wir einen Platz zum Schlafen gefunden haben. Oft geben uns die Leute auch eine Tipp „geht mal da und da hin, die nehmen oft solche wie euch auf“.
Bei unserer Planung bekamen wir den Tipp in Apotheken, Dorfläden oder bei der Post zu fragen, die kennen die Menschen im Ort meist gut und geben den entscheidenen Hinweis. „Und wenn alle Stricke reißen bekommt ihr bei der Kirche immer einen Platz.“ Das hat kurz vor Münster auch ganz gut geklappt, da kamen wir bei dem Pfarrer im Rosendorf Seppenrade unter, der hatte auch noch ein Abendbrot und Frühstück für uns und erklärte uns die Route für die Weiterfahrt, in der Gegend fährt halt jede*r Fahrrad.

Mittlerweile haben wir schon die verschiedensten Unterkünfte durch.

Wir schliefen in: Gästezimmern (manchmal luxuriös in getrennten Betten oder sogar Zimmern, mal mit echtem Bettzeug, mal in unseren Schlafsäcken), auf der Couch oder Luft-, Matratze im Katzen-, Arbeits-, Kinder-, Wohn-, WG- oder Wohnheimzimmer, auf der Isomatte in der Küche, auf Liegestuhlauflagen im Wohnzimmer oder Gartenhaus, auf einer Pritsche in der Datscha, im Zelt neben einer Kletterhalle mit zwei Schlafsäcken ineinander, auf einem Campingplatz in einem eigenen Wohnwagen mit Vorzelt, im Heu eines ehemaligen Heuhotels, in einem Ferienhaus nur für uns zwei, in einem Pensionszimmer, in einer Gästewohnung in einem Herrenhaus, in zwei Jugendherbergen, in einer Ferienwohnung mit Freunden und in zwei Wohnung für uns allein.

Wir sind voller Freude über all diese Erfahrungen! Über die vielen Menschen und verschiedenen Orte, die wir kennenlernen. Mittlerweile können wir uns oft sofort wohl und fast heimisch fühlen. Am Anfang waren da noch Hemmschwellen und schüchternen „Gästeallüren“. Die haben wir schnell abgelegt und schaffen es jetzt uns fallenzulassen und auch mit fremden Menschen direkt eine wunderbare Verbindung aufzunehmen.

Wenn ihr das nun lest und uns schon als Gäste hattet (oder noch haben werdet): fühlt euch fest umarmt! Danke, dass ihr uns diese Gastfreundschaft Deutschlands offen und herzlich spüren lasst!

Von Dinslaken bis Hamburg (17.4-10.5)

Mehr als 1/6 unserer Tour ist schon um. Wow wie die Zeit verfliegt!

Seit Dinslaken ist eine Menge passiert. Mit Micha waren wir in Oberhausen im Gasometer in der „Wunder der Natur“ Ausstellung. Das war wirklich lohnenswert, viele tolle Bilder unserer schönen Welt sind dort zu sehen.

Von Dinslaken aus radelten wir in Richtung Münster durch das schöne grüne Münsterland, vorbei an Haltern am See – ein Ort, den wir euch sehr empfehlen können. Abends durften wir in Seppenrade bei dem örtlichen Pfarrer schlafen. Am nächsten Tag fuhren wir entlang des Dortmund-Ems-Kanal nach Münster. Dort blieben wir eine Woche, um auf der Fietsenbörse schöne Fahrrädr zu bestaunen und Spenden zu sammeln. Die Fietsenbörse gibt es in vielen Städten, ihr könnt dort eigene alte Räder verkaufen oder gebrauchte neu kaufen (fietsenbörse.de). An dem Tag überraschte uns Najos Familie und wir verbrachten mit ihnen einen schönen Tag in der Fahrradstadt. Getoppt wurde das Ganze mit ein paar Tagen in einem Haus für uns, danke Dorit – wie schön es sich anfühlt die eigenen vier Wände um sich zu haben!

Von Münster aus ging es dann weiter nach Meppen. Von dort entlang der Hase und des Emskanals durch grüne Alleen, nach Dörpen. Weiter nach Oldenburg und dann hinterm Deich der Hunte und Weser nach Bremen.  Dort kamen wir durchnässt am Abend des 2. Mais an. Am nächsten Tag waren wir bei Bremen Vier zu hören und am übernächsten las Bremen über uns im Weserkurier – ein voller Erfolg: daraufhin meldete sich ein Sponsor und mehrer Interessierte. Z.B. Kamen einige zu unserem Infostand in der Innenstadt aufgrund des Artikels. Najo ging auf den Spuren Ihres Opas und besuchte dessen Wirkungsstätten. Bei dem ADFC hielten wir einen Vortrag zum Thema Radreisende.

Nach erfolgreichen Tagen in Bremen verließen wir die Stadt gemeinsam mit Maike, diese arbeitet als freie Journalistin und radelte drei Tage mit uns. Daraus entstehen zwei Beiträge für den Deutschlandfunk (Sonntagsspaziergang und Länderreport). Wir fuhren zusammen den Weser Radweg und trotzten dem Wind, die Sonne begleitete uns. In Rechtenfleth durften wir in einem ehemaligen Heuhotel schlafen, gegen Brennnessel raus ziehen bekamen wir auch noch ein warmes Abendbrot und ein Frühstück dazu – solche Tauschhandel bitte öfter!

Kurz nach Bremerhaven trennten sich unsere Wege und wir fuhren wieder alleine weiter nach Cuxhaven. Durch den Wald (nie hätten wir gedacht kurz vor dem Meer noch so viele Bäume zu sehen) radelten wir nach Döse und durften dort in einer Pension übernachten. Endlich mal wieder ein Tatort am Sonntagabend. Nach dem frühen Frühstück um Punkt 8 – die Meeresluft macht uns zu Frühaufsteherinnen  – inhalierten wir schnell Nordseeluft auf dem Weg nach Otterndorf.

Dort trafen wir im Fahrradladen „Velo im Dorf“ die ortsansässige Presse und aßen anschließend bei Janinas Onkel und Tante zum Mittag. Abends, in geselliger Runde, tauschten wir mit Interessierten aus Hechthausen bei dem BUND Klimaschutzgedanken aus. Die BUND Gruppe vor Ort engagiert sich zum Thema „Terra Preta“, eine klimagerechte Kompostgemisch-Erde für den Garten. Diese kluge Erde wollen sie unter die Menschen und Kinder an den Umweltschutz bringen. Ein tolles Projekt, an einem wunderschönen Ort, mit fröhlichen Menschen! (http://www.bund-cuxhaven.de/themen_und_projekte/umweltschutz/projekt_traumgarten_torffrei/)

Einen wichtigen Tipp bekamen wir dort auch: auf unserer Route fehlt Schleswig-Holstein! Also am nächsten Tag auf dem Weg nach Hamburg über die Elbe rüber schippern. Somit sind wir nun im 6. Bundesland auf unsere Tour. Hier in der Hansestadt an der Elbe sind wir noch übers Wochenende, radelt Samstag mit uns durch das Alte Land. Wir treffen uns um 13 Uhr am Alten Elbtunnel.

 

Zahlen, Fakten und Erfolge

Wir haben mittlerweile 834 Kilometer auf unserem Tacho.

Die sind wir in 33 Tagen geradelt, es ist also 1/6 unserer Radtour schon um.
In dieser Zeit haben wir 1697€ Spenden gesammelt, das ergibt 339 von 1000 Bäumen.

Hasberger Ökoradweg

In Bremen sind wir auf den Spuren nachhalitiger Projekte unterwegs gewesen und haben uns um Hasberg herum umgeschaut. Dafür bekamen wir sogar einige Bäume gestiftet! Das war im doppelten Sinne ein erfolgreicher Tag.

Der Klimawechsel ist machbar, wenn wir uns alle zusammen tun!

Die Sonne scheint ganz kostenlos, der Wind weht ohne, dass er dafür etwas verlangt – wir sollten diese tollen Energien nutzen und die Finger von Atom, Kohle usw. lassen.

Schaut euch hier die einzelnen Stationen an:

Hasberger Ökoradweg

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