RADWANDLUNG

Wir radeln einen Wald

Autor: Najoka Janssen (Seite 1 von 2)

Über eine positive Lebenseinstellung

Viel zu oft lese ich in Artikeln, wie sehr negative Glaubenssätze aus der Kindheit uns alle prägen. Vieles dreht sich um fehlendes Selbstbewusstsein. In der letzten Schrift las ich über Urvertrauen. Wie schwer es vielen fällt, darauf zu vertrauen, dass etwas gut werden kann. Mitmenschen zu vertrauen. Erfahrungen aus der Kindheit bzw. Erziehung sollen die Gründe dafür sein. Ich möchte jedes Mal laut „Nein!“ schreien, wenn ich merke, dass im Artikel davon die Rede ist, dass diese Problematik nahezu jeden Menschen betrifft. Fast scheint es mir, als sei meine Mutter die große Ausnahme gewesen, denn ich habe diese Art von Erziehung nie erfahren müssen. Im Gegenteil: Urvertrauen ist die elementarste aller mir vermittelten Einstellungen zum Leben. „Alles, was dir passiert, ist für etwas in deinem Leben gut.“ Häufig offenbart sich einem der Sinn nicht sofort. Erst im Rückblick wird verständlich, wieso gewisse Dinge so geschehen mussten. Vertrauen in das Leben und in die eigenen Fähigkeiten helfen hier enorm.

Irgendwann habe ich auch realisiert, dass meine durchweg positive Lebenseinstellung absolut nicht so selbstverständlich ist, wie es für mich der Fall ist. Egal, was passiert, ich käme gar nicht auf die Idee, in einer Sache nur das Schlechte zu sehen. Nur zu Jammern und zu Meckern bringt im Regelfall niemanden weiter, stattdessen suche ich wie automatisiert nach dem Positiven in der Situation sowie nach Lösungen bzw. Verbesserungsmöglichkeiten. Als wären da gewisse Synapsen in meinem Hirn und Verknüpfungen, so automatisch läuft das ab. Ich kann sagen: Es ist unglaublich beruhigend. Darauf zu vertrauen, dass alles gut wird. Dass schwierige Phasen dazu da sind, Neues zu lernen und über sich hinauszuwachsen. Dass Alles irgendwie zusammenhängt und das Leben selbst es gut mit mir meint.

Natürlich führe auch ich kein krisenfreies Leben. Aber diese beiden Fähigkeiten – Vertrauen und Optimismus – helfen mir durch jedes Tief und halten mich mit Sicherheit von noch vielen mehr fern. Ich bin dankbar für meine Erziehung und habe mittlerweile eine enorm große Wertschätzung dafür entwickelt.

Jeden Tag geht die Sonne wieder auf.

Jeden Tag geht die Sonne wieder auf.

Erdapfel-Erdrüben Bowl

Mein Mittagsstern im Vorratsschrank ist derzeit die Rote Bete, die wir – ein Glück in einer größeren Stückzahl- im Sommer einkochten. Jetzt erfreue ich mich an ihrer herrlich roten Farbe und am intensiven Geschmack. Nachdem wir unendlich viele (ja unendlich – es sind immer noch soo viele da) Gläser mit Kürbis-Möhren-Fenchel-ichhabkeineAhnungwasdanochdrinist-MATSCH aßen, ist jedes andere Gemüse ein Hochgenuss!

Meine liebste Zubereitung von Rote Bete: in Kokosfett anbraten und dann mit Tahin (Sesammus), Rosinen und Sesamsamen köcheln lassen. Dazu Kartoffeln und Sprossen-Sesam-Kokosraspel-Topping – FERTIG!

MORGEN AM 1. März gibt es auch Essen!

Die Volxküche kocht für uns im Brühlchen und dort gibt es gerettetes Essen. Im Gegensatz zu meiner Rettung aus Keller und Vorratsschrank, rettet die VoKü Essen von den Hildesheimer Wochenmärkten und kocht jeden Mittwoch gegen Spende vegan und für alle in der KuFa (https://www.facebook.com/VoKü-Kufa-709372625862981/).

KOMMT VORBEI: 16:30 Schnippeln
19:00 Essen plus Infos RADWANDLUNG
Brühlchen (Brühl 20 Hildesheim)

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die ersten 6 Tage

Najo sagte heute zu Recht zu mir: „Oh man du hast es echt nicht so gut wie ich! Letzten Monat hatten wir ja noch mehr…“

Ja – das ist verdammt noch mal richtig! Heute bin ich auf und ab gerannt und habe auf der Suche nach etwas Leckerem fast geweint – für Kreativität beim Improvisieren war ich einfach zu faul. Hätten wir  Fertigprodukte im Vorratsschrank eingelagert – heute hätte ich gejauchzt vor Freude! Haben wir natürlich nicht.
Ein Glück war dieses Wochenende Geburtstagsparty bei uns und daher gab es einiges zu Essen. Gestern musste es dann aber Katerdöner geben und die anderen wollten unbedingt zu unserem Lieblingsimbiss Lavinia gehen, um mal wieder eines der ca. 50 veganen Gerichte zu testen. Mein Mitleidsblick hat funktioniert und ich bekam mein Essen vom liebsten Joni geschenkt – das ist mein Tipp der ersten Woche für euch: LASST EUCH EINFACH ZUM ESSEN EINLADEN!

Aber es kommt noch ein Tipp dazu: Mein Allzeit-Favorit ist die selbstgemachte Nussmilch. Für meine Milch nehme ich immer ca. 80 G der Nüsse, Sahmen, Flocken oder des Getreides welches ich gerade da habe. Z.B. Hafer-, Kokosflocken, Hirse, Leinsaat oder jegliche Nussart (die aber bitte ganz), gerne mische ich verschiedene Zutaten. Die Nüsse o.ä. weiche ich dann über nacht in heißem Wasser ein (so viel, dass alles bedeckt ist) und mixe sie am nächsten Tag ca. 5 Minuten. Dafür gieße ich das Einweich-Wasser nicht ab sondern verwende es mit noch etwas mehr, insgesamt benutze ich so 1L Wasser. Dann gieße ich es durch einen feinmaschigen Wäschebeutel ab, bevor mir diese brillante Idee kam nutzte ich immer ein Geschirrtuch. Wichtig ist einfach, dass wirklich nur die Flüssigkeit ohne das feine Nussmehl durchkommt. Die Nussreste benutze ich dann zum Backen oder für Pudding.  (ein Nussdrink-Rezept z.B. auch hier: https://www.youtube.com/watch?v=D7hDwNrJHCY)

Unsere Kartoffelreste schwinden langsam – was sehr wichtig bei dem voranschreitenden Keimzustand ist! Ein schönes Brotrezept habe ich auch erst kürzlich ausprobiert und bin meiner Mama fürs Notieren sehr dankbar. Der Teig ist ’ne Ganze Menge, ich habe 2 Bleche Brötchen daraus gebacken.

750 G gekochte, warme Pellkartoffeln
1 KG Mehl
100 G Sonnenblumenkerne
1/2 L lauwarmes Wasser
2 Päckchen Trockenhefe
1 Prise Salz

90 Minuten bei so ca. 180 Grad backen.

Ach und noch zum Schluss: Es gibt auch jetzt was zu Pflücken im Garten!

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Kein Geld für Essen

1. Februar, Tag 1: Heute bin ich zum Mittagessen mit meinem Papa verabredet. Ich wollte Kuchen mitbringen, den wollte ich backen, habe ich vergessen – typisch! Eigentlich wäre das auch kein Problem, unsere Schränke sind voll mit allem was das Backherz höher schlagen lässt. Es scheitert wie immer an der Zeit. Es ist schon 12, in einer halben Stunde muss ich los. Ich könnte ja noch schnell vorne an der Ecke beim Bäcker….  Ach scheiße, heute ist der 1. Februar! Ich gebe ab jetzt 28 Tage keinen einzigen Cent für Essen aus.
Najo ist schon durch, der Januar gehörte ihr und sie hat das Fieber gepackt – sie will verlängern!
Was für mich bedeutet, dass ich auf keinen Fall schwach werden darf. Das bedeutet auch, dass es heute Nachmittag keinen Kuchen gibt. Die Zubereitung einer warmen veganen Mahlzeit fordert von meinem Papa schon viel (Nudeln mit Tomatensoße… äh, ja), den Wunsch nach einer veganen Kaffeebeilage traue ich mich nicht auch noch auszusprechen.
Nicht so schlimm, bis zum Start der Radtour will ich ja noch einige Kilos verlieren, einen Monat nur Reste verzehren kommt da meiner Hüfte ganz gelegen.
Wenn sich Freunde in unserer Küche und im Keller umschauen, nennen sie Najo und mich zu recht Hamster, wir horten so viel essen in Dosen, Gefrierbeuteln, Einmachgläsern, Papiertüten… dass wir noch bis zum Sommer satt werden könnten – wir sind bloß nur noch bis April da!

Letzten Winter bekamen wir noch eine Gemüsekiste ins Haus geliefert, aber seit wir im Sommer aus dem Erntegarten Satteltasche um Satteltasche das Gemüse nach Hause transportierten, brauchen wir wirklich nichts mehr dazu kaufen. Jetzt stapeln sich im Keller die Gläser mit Rotkohl, Tomatensoße, Ratatouille und Apfelmus.

Ich bin gespannt ob ich nach diesem Monat immer noch von unseren Unmengen an Essbarem rede oder eher den Kauf von 5 Kilo Hirse und 6 Liter Agavendicksaft bereue.

Seid gespannt – ich halte euch hier auf dem Laufenden!

Viele Köpfe Rotkohl warten in Gläsern auf den Verzehr!

Organisationstalente gesucht!

Sponsorenläufe, z.B. an Schulen sind allseits bekannt. Wir möchten gerne „Sponsorenfahrradtouren“ in den Städten und Orten, durch die wir von April bis September 2017 fahren, stattfinden lassen. Allerdings schaffen wir es nicht, das im Vorfeld alles selbst zu organisieren.

Es wäre super, wenn ihr, die, die vor Ort sind, uns bei der Organisation einer solchen Spendenfahrt unterstützt! Die Route ist noch nicht in Stein gemeißelt, wir sind flexibel, sowohl was kleine „Umwege“ angeht, als auch für die Aktionen an sich. Wenn ihr noch andere, gute Ideen habt, freuen wir uns auch darüber!

Ruft uns gerne an unter 05121 – 92 737 86 bzw. schickt uns eine Mail an: info@radwandlung.de

Wir sind nun auch auf Instagram zu finden! Zukünftig (besonders währende der Tour) werdet ihr mit schönen Fotos vom Radeln und  von Wäldern aus schönen Ecken Deutschlands versorgt.

Danke Martina für deine #POWER und #Unterstützung.

https://www.instagram.com/radwandlung/

Danke für ein tolles Wandlungsjahr! Unser Jahresrückblick nimmt euch noch einmal mit durch das Jahr und zeigt euch die ganzen tollen Dinge die geschehen sind.

Wir freuen uns ab jetzt jeden Tag noch mehr auf die Radtour, nur noch 77 mal schlafen (falls ich mich nicht verzählt habe..) und dann geht es am 2. April los in Richtung „quer durch Deutschland“! Begleitet uns mit dem Rad oder virtuell via YouTube, Facebook oder Newsletter.

Die 13. Tür – ja die Gute –
hält versteckt unsere Route,
hier könnt ihr lesen wo wir fahren
und lang uns unsere Räder tragen.
Seid ihr dabei und fahrt ein Stück,
mit uns auf unsres Weges Glück? 

Werdet Baumsponsor*innen

und erhaltet als Dankeschön einen Setzling von uns persönlich vorbeigebracht! 

Spenden geht ganz einfach hier. Bitte gebt als Verwendungszweck bei der Überweisung das Stichwort RADWANDLUNG an, dann kann das Geld für unser Waldstück berücksichtigt werden.

Wir danken euch allen, dass unser Wald schon jetzt stetig wächst! 

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